Waste Land

Was in der weltgrössten Abfallstadt passiert, wird Dich verändern.

Offizieller Filmbeschrieb...

Künstler und Fotograf Vik Muniz, 1961 in São Paulo geboren, gehört zu den wichtigsten brasilianischen Gegenwartskünstlern. Er realisierte ein aufwendiges Projekt zusammen mit den Müllsammlern genannt „Catadores”, Pflücker einer Deponie namens “Jardim Gramacho” ausserhalb von Rio de Janeiro. Drei Jahre lang begleitete die Filmemacherin Lucy Walker den weltbekannten Künstler bei seiner Arbeit mit den Menschen von “Jardim Gramacho”, die davon leben, den Müll nach Recycling-Material zu durchwühlen.

Für die Installation schiesst Muniz Portraits der „Catadores“, die er dann in einem leeren Fabrikgebäude auf den Boden projiziert. Die „Catadores” erschaffen unter der Anleitung von Muniz ein Kunstwerk, sie legen ihre Bilder mit den gesammelten Stoffen aus, Muniz lichtet diese ab, um die Fotografien in Rio de Janeiro auszustellen und später in London zu versteigern. Der Erlös aus dem Verkauf der Bilder kommt der „Müllwerkergewerkschaft“ zugute.

Der Dokumentarfilm WASTE LAND von Lucy Walker wurde an der Berlinale 2010 mit gleich zwei Auszeichnungen geehrt. Neben dem Panorama-Publikumspreis bekam die Dokumentation außerdem den Amnesty International Film Award verliehen.

WASTE LAND war nominiert für den Oscar 2011 für den besten Dokumentarfilm. (Academy Awards® – Best Documentary Feature – Nominee)

Hinweise zum Film...

Ein Film, der sich für prominente Vorführungen eignet und ein breites Publikum anspricht: Für Umweltschützer, Kunstliebhaber, Brasilien-Fans, Drittwelt-Interessierte, ebenso für Oberstufen und Gymnasien perfekt. Er spricht sehr viele Themen an und zeigt eindrücklich die Kraft der Überzeugungen Einzelner und Zusammenarbeit Vieler.

Zusammenhang Nachhaltigkeit...

Am Ende der Wertschöpfungskette bleibt Abfall. Doch was für die einen keinen Wert hat, stellt für die anderen eine Einkommensquelle dar. WASTE LAND zeigt in aller Deutlichkeit auf, welche Auswirkungen unser Wachstumsparadigma auf Mensch und Umwelt hat. Reichtum schafft Verantwortung, fordert Vik, der Hauptdarsteller des Films. Das sollten wir uns alle zu Herzen nehmen.

WASTE LAND zeigt eindrücklich und nachahmenswert, dass Kunst die Welt verbessern kann.

Bewertung der Filmjury...

WASTE LAND fasziniert durch sehr menschliche Interviews und einen respektvollen Dokumentationsstil. Einiges sieht man sonst nirgendwo. Das Thema Müll führt fast automatisch zu einer hohen Relevanz dieses Films, der auch viele gut eingebrachte Beispiele bringt.

Die Dokumentation über Müllarbeiter schaut sich flüssig und spannend, ist inhaltlich sehr anregend und wirklich intelligent. Er präsentiert aber keine wissenschaftlichen Zusammenhänge oder Wissen, sondern zeigt mehr den Einfluss unseres Lebensstils auf andere.

WASTE LAND hat auch einen einsichtlichen Aufbau, einen guten Bezug von Bild zu Inhalt, gute visuelle Qualität, Schnitt und Kameraführung, nur die Musik fällt etwas ab.

Es dreht sich in dieser inspirierender Kunst-Doku alles um Menschen, was sehr aufwühlend wirkt und breit involviert. Es geschieht ein Transfer von Initiativkraft. Lucy Walker schafft es, eine globale Perspektive und den Bezug zu einem grösseren Ganzen einzubringen. WASTE LAND weckt Wertschätzung und viel Empathie für die Müllarbeiter und bringt Verantwortungsgefühl. Er schafft klar die schwierige Brücke von Ökologie zu Glück und Erfüllung.

Weitere Rezensionen...

“Der Moment, wo ein Ding sich in ein anderes verwandelt, ist der allerschönste Moment. Eine Kombination von Geräuschen wird zu Musik. Und dies gilt für alles.” – Vik Muniz, Wasteland

“… der Slumdog Millionaire der Dokumentarfilme: Ein inspirierendes, tief bewegendes Massenvergnügen” – Huffington Post

“Waste Land muss man gesehen haben. Eine Cinderella-Geschichte mit echtem Mut, einer brillianten Besetzung und einem unwahrscheinlich grossen Herzen” – Minneapolis Star Tribune

Technische Daten und Verfügbarkeit...

Aufführungsrechte Schweiz: Praesens

Regie: Lucy Walker, João Jardim, Karen Harley
Darsteller: Vik Muniz
Kamera: Dudu Miranda
Filmmusik: Moby
Drehbuch: Lucy Walker
Produktionsland: UK / Brasilien
Produktionsjahr: 2010
Produktion: Almega Projects, O2 Filmes
Produzenten: Angus Aunsley, Fernando Meirelles
Genre: Dokumentarfilm
Sprachversion: E/df
Filmdauer (Min.): 99
Filmlänge (m): 2700
Filmformat: 1:1,85
Soundsystem: Dolby SR-D
Altersfreigabe: 0+

Weiterführendes...

Inhalte

Unterhaltungswert

Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

Transfer eines Momentums

Bilder, Musik, Handwerk

Trailer Waste Land

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