Unser Essen

The Future of Food

Offizieller Filmbeschrieb...

Essen bestimmt unser Leben und hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Aber wo kommt es her, unter welchen Umständen ist es entstanden?

Immer mehr genmanipuliertes Essen findet sich in den Regalen der Supermärkte. Essen, das nicht nur für den Verbraucher, sondern auch für das ökologische Gleichgewicht unkalkulierbare Gefahren birgt.

THE FUTURE OF FOOD serviert erschreckende Fakten über eine Industrie, die nur eins im Sinn hat: Profit. Der Film dokumentiert die Zusammenhänge zwischen politischen und marktwirtschaftlichen Faktoren, die für Entstehung und Qualität unserer Nahrung verantwortlich sind und beleuchtet die Machenschaften multinationaler Unternehmen, deren Ziel es ist, die weltweite Nahrungsmittelindustrie zu kontrollieren.

Hinweise zum Film...

THE FUTURE OF FOOD befasst sich stark mit dem Thema der Patente auf Leben bzw. genetisch modfizierten Lebewesen und zwar aus allen möglichen Blickwinkeln. Auch hier wird die Geschichte des Farmers Percy Schmeiser und der Attacke von Monsanto auf dessen Familie erzählt. Ebenso werden die zwielichten Praktiken dieses Konzerns und das Phänomen der Revolving Doors beleuchtet.

Sehr detailiert geht der Film auch auf die Methoden der genetischen Modifzierung ein, was sehr, sehr aufschlussreich ist. Spannend auch diverse Beispiele gesundheitlicher Probleme bei Menschen durch den Verzehr von GMO (Allergien, eventuelle Antibiotika-Resistenz). Er bricht auch mit der Marketing-Mär, dass GMO ein Beitrag gegen den weltweiten Hunger sein können, das Gegenteil scheint der Fall zu sein.

Am Schluss des Films zeigt THE FUTURE OF FOOD noch die Alternativen Bio-Anbau und lokale Produktion anhand realer Beispiele von Bauern-Initiativen.

Der Film baut langsam auf und findet einen bewegenden und herzlichen Abschluss.

Zusammenhang Nachhaltigkeit...

Nicht dass GMO wirklich einen Vorteil hätten oder weniger Chemie und Wasser benötigen würden, aber sie lassen sich patentieren und erlauben so die Kontrolle über den Nahrungsmittelanbau. Eine Handvoll Konzerne wie Monsanto, Novartis Seeds, Syngenta oder Bayer beherrschen beinahe den gesamten globalen GMO-Markt und bestimmen so bald – orientiert an ökonomischen Überlegungen -, was auf diesem Planeten gegessen werden soll. Dies ist eine gefürchtete Abhängigkeit im Vergleich zur tradierten lokalen Produktion. Beobachtete ökologische Folgen: globaler Verlust indigener Arten (Biodiversität), grössere Anfälligkeit auf Epidemien. Beim technischen Mittel der “Antiobiotika-Marker” besteht sogar die Befürchtung, dass diese antibiotika-resistente Krankheitserreger erzeugen. Die immer noch nötigen Herbizide sind zudem für Menschen und Tiere giftig (Wasser-Kontamination).

BT-Mais wird in Spanien, Portugal, Frankreich und Deutschland bereits angebaut. In Form von Maissirup ist dieser Mais in praktisch allen Fertiglebensmitteln zu finden, sogar Softdrinks.

Gen-Soja in Brasilien verursacht Abholzung von Urwald und verdrängt einheimische Bauern. Es gilt bei Investoren als grünes Gold, weil es zur Treibstoffherstellung (GMO-Projekt durch BP) und als Futtermittel für europäische Nutztiere begehrt ist.

Weitere Rezensionen...

In den vergangenen 100 Jahren und besonders den letzten 20 davon hat sich einiges geändert auf dem Sektor von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Statt hunderter von Kartoffelsorten gibt es deren nur mehr vier, das Schädlingsgift stellt der moderne Maiskolben praktisch selber her, und dank seiner Gen-Patente überzieht der Saatgutmulti Monsanto arglose Bauern, auf die der Wind die Saat des Nachbarn weht, mit existenzgefährdenden Klagen. Dabei müssten wir nur alle ein wenig mehr darauf achten, was wir essen. – VideoMarkt

Eine aufsehenerregende und hochgelobte, tendenziell Fast- und Genfood-kritische US-Kinodokumentation gibt Auskunft über bedenkliche Entwicklungen in der Nahrungsmittelindustrie, nennt Fakten, von denen jeder bewusste Konsument wissen sollte, lässt ausgiebig Wissenschaftler zu Worte kommen und warnt vor amerikanischen Verhältnissen überall. Gegenpositionen fallen nicht so sehr ins Gewicht, aber wer zweifelt, kann sich ja bei Monsanto informieren oder einfach der US-Regierung vertrauen. Für kritische Verbraucher und solche, die es werden sollten. – VideoWoche

Über wenig erquickliche Entwicklungen und Tendenzen in der Nahrungsmittelindustrie informiert den kritischen Konsumenten diese kluge und unterhaltsame Dokumentation. – Blickpunkt: Film

Weiterführendes...

Trailer Unser Essen





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