Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane

Where have all the fish gone? (The End Of The Line)



Offizieller Filmbeschrieb...

Die erste grosse Doku über die zerstörerischen Auswirkungen der Überfischung unserer Ozeane.

Dieser Film ist ein Weckruf an die ganze Welt. Die Überfischung der Meere führt in eine Welt ohne Fische mit dramatischen Folgen für uns alle. Der Journalist Charles Clover filmte 2 Jahre rund um den Globus. Im Mittelpunkt stand dabei die drohende Ausrottung des Thunfisches, ausgelöst durch die steigende Nachfrage nach Sushi in den westlichen Ländern. Die Auswirkungen auf das Gleichgewicht der gesamten Meerespopulation sind fatal. Eine Quallenplage ist beispielsweise eine der Folgen.
Ein Problem, das uns alle angeht!

Hinweise zum Film...

DIE UNBEQUEME WAHRHEIT ÜBER UNSERE OZEANE von Rupert Murray lässt Wissenschafter aufzeigen, dass, wenn wir so weiterfischen wie bisher, wir das Ende von Meersfrüchten in etwa um 2048 erleben werden. Der Film macht dafür fair unbewusst einkaufende KonsumentInnen, PolitikerInnen, welche Rat und Einsprüche der Wissenschaft ignorieren, quotenbrechende und illegal fischende Fischer und die globale Fischindustrie (EU!) verantwortlich.

Als Beispiele zeigt der Film, wie in Neufundland die Nachfrage nach Kabeljau 1990 den einst reichhaltigen Bestand dieser Spezies dezimiert hat, wie Hi-Tech-Flotten alle Fluchtwege für Fischschwärme blockieren sowie die “nachhaltige” Fischzucht, welche scheinbar ein Mythos ist.

DIE UNBEQUEME WAHRHEIT ÜBER UNSERE OZEANE zeigt einfache und simple Lösungen, die aber politischen Wilen und Aktivismus benötigen, um international Erfolg zu haben. Fischerei muss demgemäss kontrolliert werden, indem die Anzahl Boote/ Flotten begrenzt wird, Meeresschutzgebiete müssen eingerichtet und KonsumentInnen informiert werden, dass sie die Wahl haben auch Fisch aus nachhaltiger Fischerei zu kaufen. (In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass das im Film und vom WWF propagierte MSC-Label nicht wirklich nachhaltig ist, weil es Grundschleppnetz-Fischerei erlaubt.)

Zusammenhang Nachhaltigkeit...

2011 lag die weltweit gefangene Menge Meeresfisch bei 78.9 Millionen Tonnen. Etwa eine Milliarde Menschen deckt ihren Proteinbedarf zu 20% mit Fischen. Der durchschnittliche Konsum pro Person und Jahr liegt weltweit bei 18.4kg. Seit den 80er-Jahren gehen die Fangzahlen tendenziell zurück. Ein grosser Teil der weltweiten Erträge stammt aus illegalen oder nicht registrierten Fängen.

Nur 12.7% der Fischbestände werden 2009 noch nicht voll genutzt. Weitere 57% werden voll genutzt, d.h. jede weitere Steigerung der Fangmenge wäre nicht nachhaltig. Etwa 29.9% sind überfischt, d.h. der Bestand ist so ausgebeutet, dass sich der Aufwand weiterer Befischung wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Einige Arten sind deswegen aber auch vom Aussterben bedroht, weil sie so wertvoll sind, dass sich sogar das Fangen einzelner Tiere lohnt, wie z.B. beim Roten Thunfisch.

Ein grosses Problem stellt der Beifang dar, also “unerwünscht” mitgefangene Meerestiere. Diese werden normalerweise aussortiert und – meist schon tot oder schwer verletzt – zurück ins Meer geworfen. Dieser Beifang taucht nicht in den Fangstatistiken auf, doch wird er weltweit auf 7-14 Millionen Tonnen jährlich geschätzt. Je nach Zielart beträgt sein Anteil bis zu 40% des Fangs.

Bewertung der Filmjury...

DIE UNBEQUEME WAHRHEIT ÜBER UNSERE OZEANE ist ein intelligenter und anregender, relativ unterhaltsamer Film. Geeignet für den Unterricht an Mittel- und Hochschulen, für Lehrpersonen und gebildete MultiplikatorInnen sowie als Weitergabe-DVD.

Das sehr aktuelle Thema der Überfischung wird glasklar vermittelt, deren Dimension gut sichtbar gemacht. Gut recherchiert und dokumentiert, mit vielen Interviews und einsichtigen Verbindungen zur eigenen Lebenswelt, zeigt DIE UNBEQUEME WAHRHEIT ÜBER UNSERE OZEANE auch einige bessere Wege und Perspektiven auf.

Das vermittelte Wissen wird angemessen relativiert, der menschliche Einfluss auf das Ökosystem Erde wird überaus anschaulich. Zahlreiche Beispiele erhöhen den journalistischen Wert.

Nicht zuletzt wirkt DIE UNBEQUEME WAHRHEIT ÜBER UNSERE OZEANE auch emotional sehr stark und inspirierend. Der Film weckt eine globale Perspektive, in der Achtung und Wertschätzung für die Schöpfung einen erhöhten Platz finden und schafft es, ein starkes Gefühl der Verantwortlichkeit zu wecken.

Der logische Aufbau des Filmes ist einleuchtend, die Dramaturgie spannend. Die ästhetisch eindrücklichen, teilweise einzigartigen Bilder und Szenen sind von hohem Inhaltsbezug, Schnitt, Kameraführung und Musik durchwegs gut.

Weitere Rezensionen...

“Eine unbequeme Wahrheit über die Ozeane” – The Economist

“Jeder sollte diesen Film sehen” – The Times

“Gruseliger als der Weisse Hai… Eine Doku, die man gesehen haben muss.” – Sunday Express

“Hochwichtig, gut recherchiert, unparteiisch: Ein Film, der unseren uralten Glauben an die Ozeane als unversiegbare Resource zerrüttet und einen überzeugende Darlegung liefert, dass die bedeutendsten Spezies von essbarem Fisch zur Ausrottung bestimmt sind.” – New York Times

“Ein Plädoyer für unsere Meere” – Zeit Wissen

“Wie unsere Liebesaffäre mit Meeresfrüchten die Ozeane der Welt verwüstet” – Daily Mirror

“Prädikat besonders wertvoll” – Deutsche Film- und Medienbewertung

Technische Daten und Verfügbarkeit...

Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Dauer: 82 min
Format: 16:9 (1:2.35)

Aufführungsrechte bei neuzeitmedia, Frankfurt

Weiterführendes...




Inhalte

Unterhaltungswert

Wissenschaftlichkeit + journalistische Leistung

Transfer eines Momentums

Bilder, Musik, Handwerk





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